Egg-cele(b)rator: Eierköpfen mit Stil

Aufbau und sichtbare Komponenten

Besonders wichtig war mir der Designaspekt, dass möglichst wenig Komponenten außen sichtbar sind, die für die Funktion benötigt werden. Bis auf die Mechanik für die Klinge und den Zahnriemen ist das auch relativ gut gelaufen. Die sichtbaren Kabel am oberen Teil des Turms hätte ich zwar noch besser verstecken können, was deutlich aufwändiger gewesen wäre. Wer will, kann beim Nachbauen diesen Schritt noch hinzufügen 😉
Das Kupferrohr an der Seite ist übrigens nicht nur Dekoration – es fungiert als Kabelkanal.

CNC-gefrästes Holzgehäuse

Alle Komponenten – mit Ausnahme der Standbeine des Turms – wurden mit meiner selbstgebauten Mostly Printed CNC hergestellt. Anschließend wurden sie soweit möglich gedübelt und miteinander verleimt.
Auf der Vorderseite befindet sich der Lautsprecher (Visaton SC 4.9 FL) und der Start-/Stopp-/Abbruch-Taster. Seitlich sind die zwei Taster zum Auslösen der Release-Magnete. Am hinteren Teil des Gehäuses sind zwei Schalter, einmal der Hauptschalter und ein Trennschalter für den Dampfgenerator, da dieser nicht ohne Destillat betrieben werden sollte. Die glühbirnenförmigen LED-Lampen stammen aus einer batteriebetriebenen Lichterkette.

Wagen und Antrieb

Für die Bewegung des Wagens wird ein Nema 17-Schrittmotor und ein GT2-Zahnriemen verwendet. Wie genau das funktioniert, wird auf der nächsten Seite dieser Projektübersicht beschrieben.
Der Wagen selbst besteht aus mehreren Schichten Sperrholz die miteinander verleimt sind. An den Seiten sind zwei Bilderrahmen-Wandhaken, die als Fixierpunkte für das Haushaltsgummi verwendet werden. Professionelle Räder aus dem Modellbau sind recht teuer, daher habe ich vier 50-Cent-Münzen Zweckentfremdet. Die Eiauflage ist abnehmbar und aus Kunststoff, so kann sie leicht gereinigt werden.

Turm und Fallmechanik

Für den Rahmen des Turms verwendete ich 20 mm starke Quadratleisten aus Buchenholz. Etwas aufwändiger war das H-Stück, das alle Quadratleisten miteinander verbindet. In den Baumärkten in der Umgebung gibt es leider keine 20 mm starken Sperrholzplatten, sodass ich das H-Stück zweimal aus 10 mm Sperrholz CNC-gefräst und geleimt habe.
Im bzw. am Turm sind für die Klingenmechanik mehrere elektronische Komponenten verbaut: Auf der Rückseite sind zwei CNC-Endschalter montiert, an den Pfosten sitzen zwei Release-Solenoid-Elektromagnete, und in der eigentlichen Klingenaufnahme ist ebenfalls ein Elektromagnet und ein selbstgebauter Endschalter – dazu später mehr. Zusätzlich ist ein Dampfgenerator aus dem Modelleisenbahn-Bereich im „Schornstein“, welcher über einen Getränke-Kupfertrichter realisiert wurde.

Zwei Trapezspindeln bewegen den Klingenhalter, die Klinge selbst läuft frei auf zwei Rundstangen aus Eisen. Ein Metallblock über der Klinge dient für das nötige Gewicht (ca. 800 Gramm), um eine ausreichend hohe Kraft zum Eischneiden zu erzeugen. Bei meinem Egg-cele(b)rator besteht dieses aus mehren Flacheisen, die ich miteinander verschweißt habe – Kleben ist mit dem richtigen Kleber auch möglich. Die Klinge selbst habe ich aus einem 3 mm starken Edelstahlblech mit dem Winkelschleifer ausgeschnitten. Aus Sicherheitsgründen ist die Klinge Stumpf. Über zwei Druckfedern wird der Aufprall der Klinge gedämpft, um Beschädigungen am Wagen zu vermeiden. Zu guter Letzt sind an der Fallmechanik diverse O-Ringe, Unterlegscheiben und Kugellager verbaut.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

code